Im November 2020 habe ich die Ausbildung zur Stoffwindelexpertin gemacht.
Mein Anliegen ist es, euch das Wickeln mit Stoff näher zu bringen und euch zu zeigen, wie toll diese Möglichkeit ist, um 1. Geld zu sparen und 2. Etwas für die Umwelt zu tun.
Bis euer Kind 3 Jahre alt ist benötigt ihr etwa 5000 Wegwerfwindeln und damit 1000kg nicht recycelbarer Müll. Diese Wegwerfwindeln werden in der schwarzen Tonne entsorgt und machen ca. 10% des gesamten Restmülls aus.
Die Wegwerfwindeln werden in den Müllverbrennungsanlagen beseitigt. Zurück bleiben Stoffe die nicht abbaubar sind (verdünnte Salpetersäure, Elektrofilterasche, organische Giftstoffe) und somit als Sondermüll eingelagert werden müssen (siehe Interview auf deine-stoffwindel.com). Ggf. braucht ihr auch eine größere Mülltonne, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Um wiederverwendbare Stoffwindeln zu pflegen und zu waschen benötigt jede Familie natürlich weitere Ressourcen. Allerdings stehen diese in keinem Verhältnis zu den anfallenden Müllbergen durch Wegwerfwindeln. Auch die Kosten sind insgesamt deutlich geringer als die bei Wegwerfwindeln, auch wenn der Anschaffungspreis erst einmal immens ist.
Eine kleine Hochrechnung:
92 Stück Windeln Größe 1 kosten ca. 9,95 Euro. Ich benötige davon ca. 5 bis 7 Stück täglich. Das heißt eine Packung langt mir ca. 13 bis 15 Tage. Je Größer die Windeln werden, umso teurer wird es.
Der Anschaffungspreis einer Soffwindelerstausstattung liegt bei 250 bis 500 Euro. Diese Kosten amortisieren sich nach ca. 1 Jahr (mit 250 Euro Anschaffungspreis gerechnet und verglichen) und ab dann wären die Wegwerfwindeln teurer. Für die Umwelt lohnen sich Stoffwindeln hingegen (wie oben bereits beschrieben) schon ab dem 1. Tag.
Die Vorteile liegen somit auf der Hand: weniger Müll, weniger Entsorgungskosten, weniger Giftstoffe und somit weniger Verschwendung von Ressourcen.
Habe ich dein Interesse geweckt? Möchtest du dich weiter informieren und noch mehr über die einzelnen Systeme erfahren?

